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DER FILM

Null Bock auf Versicherung! Alexandra ist 25, hat ihre Ausbildung zur Versicherungskauffrau abgebrochen und weiß nicht „was nun“. Kurzentschlossen bewirbt sie sich bei einem Taxiunternehmen, macht den Taxischein und fährt fortan durch die Hamburger Nacht, mitten in den 80er Jahren: Der Sound ist hart, die Kneipen dunkel, es gibt viel Sex, geraucht wird ständig und über alles und nichts diskutiert. Wer Gefühl zeigt, hat verloren. Coolsein ist allererste Pflicht. Wie gut, dass die Fahrgäste am Ende der Fahrt aussteigen und Alex wieder alleine ist mit sich und der Nacht. Da nervt weder die übereifrige Mutter, noch der besserwisserische Yuppie-Bruder samt Popper-Clique. Doch der Versuch, sich vor dem eigenen Leben zu verstecken, misslingt. Verantwortlich dafür sind ihre selbstgerechten Kollegen: eine Gruppe verkrachter Studenten, die Alex sagen wollen, wie sie zu sein hat. Allen voran Dietrich, der gutaussehende Kollege mit dem sie in eine Beziehung schlittert ohne es wirklich zu wollen. Auch ihre oft mehr als merkwürdigen Fahrgäste fordern sie ein ums andere mal heraus. Und dann ist da noch die unerschütterliche Liebe von Marc, einem 1,35 Meter kleinen, aber in Wirklichkeit großen Mann, der Alex näher kommt als ihre konsequent nach außen getragene raue Schale tatsächlich erlaubt… Als ein kleiner Affe mit ebenso unbezwingbarem Freiheitsdrang dafür sorgt, dass ihr Taxi als Totalschaden endet, erkennt sie: Das Leben ist viel zu aufregend, um vor ihm davonzufahren.

Interview mit Karen Duve

TAXI – NACH DEM ROMAN VON KAREN DUVE ist die allererste Verfilmung eines Ihrer Werke. Sie haben das Drehbuch selbst geschrieben. Wie kam es dazu?
Dass ich das Drehbuch selber schreiben könnte, war ein Vorschlag von Kerstin Ahlrichs. Alle Freunde haben mich gewarnt: Drehbuchschreiben sei eine fürchterlich langwierige Arbeit und dann geben auch noch diverse Leute ihren Senf dazu. So ist es auch – mit allen Überarbeitungen saß ich über einen Zeitraum von sechs Jahren daran. Ich fand es aber nur fair, es selber zu machen. Wenn man alle Entscheidungen, Streichungen und Veränderungen mit durchgemacht hat, dann weiß man auch, warum etwas verändert wurde und braucht dann später nicht beleidigt zu sein. Das ist ja schon ein Klischee: Der Schriftsteller, der sich von der Verfilmung seines Romans distanziert. Und das wollte ich möglichst nicht bedienen.

Was war ihnen besonders wichtig, bei der Adaption des Romans auf die Leinwand?
Die Atmosphäre der Zeit sollte stimmen und das Lebensgefühl der Taxifahrer – die Melancholie um drei Uhr morgens, der Kampf mit den Fahrgästen, das dumme Gequatsche am Posten. Auch die Charaktere hätten keine allzu großen Veränderungen vertragen. Das sind nun einmal bestimmte Typen gewesen, diese Taxifahrer, die kann man nicht einfach austauschen. Ansonsten war ich nicht so pingelig. An der Geschichte habe ich selber kräftig herum geändert. Jetzt gibt es mehr Liebesszenen.

Wie viel Autobiographisches steckt in TAXI?
Furchtbar viel. Ich selber bin damals Taxifahrerin in Hamburg gewesen. Wenn ich den Film sehe, ist mir jedes Mal ein wenig unheimlich zumute. Rosalie Thomass als mein Alter Ego Alex trägt teilweise meine alten Klamotten, einige Szenen wurden in meiner damaligen Hamburger Wohnung gedreht, und die Bilder, die dort herumstehen, sind die Bilder, die mein damaliger Freund gemalt hat, der wie im Film eine Etage über mir wohnte. Der Film gibt ziemlich genau mein Leben wieder – nur die Fakten stimmen natürlich nicht.

Alex ist eine typische Frau der 80er Jahre. Manchen erscheint sie sperrig, was können Sie zu ihrer Hauptfigur sagen?
Alex ist eine zornige junge Frau, die allen Grund zu schlechter Laune hat. Der Beruf der Taxifahrerin ist ein Beruf in dem sich die Liebe zum Mitmenschen rasch verschleißt. Ob in ihrer Familie, bei ihren Kollegen, den Fahrgästen oder bei ihren Liebhabern – Alex befindet sich ständig in Situationen, in denen sie sich verteidigen muss. Sexuelle Treue ist nicht gerade ihre Stärke, aber wenn es darauf ankommt, ist sie bedingungslos loyal.

CAST

Alex     Rosalie Thomass

Marc   Peter Dinklage

Dietrich   Stipe Erceg

Rüdiger    Robert Stadlober

Taximörder    Antoine Monot Jr.

Mergolan    Özgür Karadeniz

Udo 377    Tobias Schenke

Alex‘ Mutter    Leslie Malton

Betrunkener Fahrgast    Armin Rohde

Crew

Regie     Kerstin Ahlrichs

Drehbuch     Karen Duve

Kamera     Sonja Rom

Schnitt      Florentine Bruck

Ton Kai     Nührmann

Musik     Michel van Dyke, Florian Tessloff

Produzenten     Dieter Zeppenfeld, Rudi Teichmann

Koproduzenten     Birgit Rothörl, Wolfgang Rieger, Frank Evers, Helge Neubbronner, Jörg Westerkamp



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